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Friday, 18. june 2010 5 18 /06 /Juni /2010 10:52

Kein direktes Loch heute, aber eine Vertiefung. Bin wieder geflutet von Traurigkeit und pochenden, offenen Wunden, zT aufgerissen gestern, durch eine sehr eindeutige Konfrontation mit unschöner Realität und Worten, die in rote Bereiche schlagen. Werteverlust. Disrespekt. Fühl mich mehr denn je meiner "Position" beraubt, gedemütigt und leer.

Wie ein Hund, der vom wertvollen Familienmitglied plötzlich zum Fußabtreter degradiert und nach draußen in die Hütte gejagt wird, vl ab und zu nen Knochen zugeworfen kriegt.

Will das nicht mehr, kann das nicht mehr.

Fühl mich verletzt und hab grade keine Pflaster mehr für das Loch in meinem Inneren, wo das Herzblut kontinuierlich herausströmt wie das schwarze Öl am Golf von Mexiko.

Zudem wird mir derzeit die Endgültigkeit von allem mehr als bewusst. Dass es nichts mehr gibt, was zu kitten ist. Dass ich mein Limit erreicht habe, egal wie rum ich es drehe und wende, es ist nichts mehr da, was ich kleben kann. :´-(

 

Mir fehlt meine Schwiegerfam.
Das war wie meine zweite Familie und ich hab mich dort so lang so wohl gefühlt. Beim Gedanken daran, dass das alles vorbei ist, dreht sich mein Herz auf links und nimmt meinen Magen gleich mit. Würd mich gern hinsetzen, und meiner sowas-ähnliches-wie-Schwiegermom nen Brief schreiben und mich verabschieden, aber ich kann das grade nicht, weil mir die Worte irgendwo zwischen Kopf, Herz und Händen steckenbleiben und alles so schal und leer ist, wenn ichs aufschreiben will. Will ihr nur danken, dass sie all die Jahre da war und ihr sagen, wie wichtig sie für mich gewesen ist. Aber ich weiß nicht, wie.
Vielleicht dann, bald, irgendwann, wenn ich über den blöden Berg bin und mein Leben nicht mehr nur aus dem totalen Chaos besteht, was ich derzeit zu verdrängen versuche. Fühle mich wie ein Roboter. Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung.

Hab mal gelesen, dass sich die unterschiedlichen Menschentypen in dieser Hinsicht in zwei Arten trennen: Die, die den Schmerz in sich verkapseln, sich zurückziehen und wochenlang mit niemandem reden - und die anderen, die nicht mehr zuhause sind und nur noch unterwegs.
Ich glaube, ich bin grad Typ zwei. Komm grad gar nicht richtig zur Ruhe, aber das will ich auch nicht. Gestern erst nach Mitternacht nach Hause gekommen, heute abend bin ich auch wieder on Tour, selbiges gilt fürs komplette Wochenende. Das danach ist auch schon verplant, zwischendrin die Tage der nächsten Woche in der Mehrzahl auch, die letzten Abende war ich so gut wie nie alleine.

Schätze das ist grad notwendig, aber ich sehne mich im Moment nach Zuhause, nach nem Akku zum aufladen, irgendetwas für die Seele. Mir fällt nur nichts ein. Ich bin nur noch müde. Will aber nicht stehenbleiben, weil ich nicht weiß, was mich dann einholen wird.

 

Will gern stark sein und nach vorne sehen, aber das ist schwer, wenn jeder seine Erfahrungen auf den Tisch packt und sagt: Mika... bleib tapfer, das wird jetzt echt ne sehr, sehr üble Zeit. Bis das alles aufhört, dauert es LANGE. Bis du dein Selbst wiedergefunden hast, dauert es noch LÄNGER! Das wird zwischendurch noch richtig, richtig shice! Aber... *patpat* ... du schaffst das schon. :-)

 

...

 

Argh. Ich wünschte, ich müsste das nicht hören. Kann nicht einfach jemand kommen und mir sagen, dass es in drei Wochen wieder gut ist? Dass das Leben kunterbunt und easybeasy ist? Lügt mich doch bitte an! Q__Q

 

von Mika - veröffentlicht in: Mimimi
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  • Mika
  • Ich bin kein Emo. Ehrlich nich! oO' Ich seh nur so aus. Die temporär auftretende Abstinenz von Melancholie gleich ich mit Verpeiltheit aus. Macht eh mehr Spaß. ;)

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