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Monday, 14. december 2009 1 14 /12 /Dez. /2009 23:35
Weil ich den Review hier gar nicht gepostet hatte, wie mir beim durchsuchen auffiel, schieb ichs mal nach:

BRAINDEAD - EIN FUBASCHLEFI-BADMOVIE-REVIEW
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by Mika - 19.01.2008

Krank geschrieben sein hat eindeutig seine Vorteile. Während ich normalerweise jetzt den Tag mit der Aufstellung von offenen Posten und anderem unglaublich wichtigen Dingen verbracht hätte, habe ich nun also die unbestrittene Ehre, mich der packenden Geschichte von Braindead zu stellen, die ich natürlich seit der entsprechenden BadMovieClub-Tagung vor nahezu einem Jahr längst vergessen habe und mich deswegen nun erneut vor dieses Machwerk begebe; wohlwissend, dass Weisheitszahn-OP-Wundschmerzen schnell vergessen sein werden, wenn sich Monsterbabys in Mixern tummeln und ein Haus dank eines Rasenmähers im Blutbad versinkt.
Möglicherweise hätte ich die Idee, genau dabei frühstücken zu wollen, nochmal überdenken sollen, aber was ein echter Gore-Fan ist, den haut sowas nicht aus den Schuhen.

Also dann: here we go! <<Play>>


Wir starten mit dem üblichen “Wie die Seuche begann”-Plot. Ein Indiana-Jones-Verschnitt ist justament dabei, mit seinem Fremdenführer einen einheimischen Sumatra-Affen für einen Zoo in Neuseeland zu entführen, sehr zum Unwillen des Unga-Bunga-Stammes von nebenan. Die spektakuläre Flucht gelingt natürlich, denn sonst wär die Story hier ja schon vorbei, was recht öde wäre; dumm nur dass unser Zoofuzzi vom begehrten Tierchen in die Pfoten gebissen wird, was seinen Fremdenführer kurzerhand dazu bringt, ihm erst die Hand, dann den anderen Arm und kurzerhand den Kopf abzuhacken. Andere Länder, andere Sitten – da muss man dann mit rechnen wenn man den TUI-Katalog nicht genau studiert. Äffchen wird alsdann per Luftfracht Richtung Zivilisation verschleppt, was uns Böses ahnen lässt - und das Outbreak-Szenario kann fröhlich beginnen.


Irgendwo woanders treffen wir auf das mexikanische Ladengirl Paquita, die aufgrund einer Tarotprophezeihung den tollpatschigen Lionel als den Mann ihres Lebens identifiziert. Jener steht allerdings nicht grade mit beiden Beinen fest im Leben, sondern eher unter der Fuchtel seiner dominanten Mutter, die ganz gerne die einzige Frau in seinem Leben ist und das möglichst auch bleiben möchte. Die unschuldigen Treffen der beiden Neuverliebten bleiben nicht lange unbehelligt, als Gluckenmom unseren beiden Protagonisten in den heimischen Zoo folgt, um dort – wie sollte es anders sein – auf die Wurzel allen Übels zu stoßen: die Affenratte aus Sumatra, die für damalige Verhältnisse sicherlich auch schon so schlecht animiert war wie jetzt und eher aussieht, wie das Knetprodukt eines geistig zurückgebliebenen Kammerjägers, allerdings nur solange, bis Mamas Pump aus dem Rattenschädel Gehirnbrei macht, nachdem sie vom importierten Seuchentier in den Arm gebissen wurde.


Natürlich wissen wir alle, was nun geschieht – und wir haben recht. Während Lionel und Paquita am folgenden Abend den Satz „Du darfst dich nicht mehr mit ihr treffen“ im Lionelschen Schlafgemach völlig frei interpretieren, mutiert Zombie-Mom zuckenderweise fröhlich vor sich hin und verteilt rosa Blubberzeugs an den Wänden, mjammi.

Der nächste Tag wird nicht groß besser, denn erwarteter Besuch trifft ein, den Mom auf keinen Fall verpassen will. Der wild pulsierende Arm und die Tatsache, dass sich die Gesichtshaut bereits abschälen lässt, hindern keine willensstarke Gastgeberin an ihrem Auftritt und so werden kleinere Probleme wie letzteres kurzerhand mit ein wenig Alleskleber behoben. Beim feierlichen Essen mit dem Vorstand des Wohltätgkeitsverbandes lässt sich allerdings der Verfall nicht mehr so geschickt tarnen und aus diversen Wunden spritzend verteilt sich die gute Vera über die Vanillecreme der Gäste, nicht ohne dabei genüsslich ihr eigenes Ohr zu vertilgen, was die anwesende Vorstandsvorsitzende dazu veranlasst, die Hauptspeise nochmal rückwärts zu essen.

Nachdem Mama Vera kurze Zeit später auch Paquitas Schäferhund ohne Beilagen verdrückt, schwant selbst Lionel, dass etwas mit seiner Mutter nicht wirklich in Ordnung ist. Es vergehen keine 5 Minuten, dann sorgt ein beherzter Treppensturz für ein vorzeitiges Ableben der zombifizierten – aber wir wären nicht bei Braindead, wenn das wirklich ihr Ende bedeuten würde. Tut es auch nicht, denn Mama ist nur halb so tot wie sie aussieht und zieht es vor, der einberufenen Krankenschwester lieber gepflegt den Kopf zu verdrehen als sich die Radieschen von unten zu betrachten. Blut spritzt, Köpfe rollen; während Paquita in den oberen Räumen sich mit elementaren Fragen nach der richtigen Zahnbürste plagt, hat Lionel gänzlich andere Probleme und sieht sich nicht nur seiner mordlüsternen Mutter, sondern auch einer kopflosen Krankenschwester gegenüber, die er aber beide kurzerhand in den Keller sperren kann, wo sie fortan ein würdevolles Leben als genau die Leichen im Keller führen dürfen, die Lionel jetzt wortwörtlich an den Hacken hat.

An Schlaf ist zumindest nicht zu denken, während die zwei Untoten im Untergeschoss Randale machen, deswegen ist unser Held gezwungen, am nächsten Tag den örtlichen Psychopathen Heinrich (?) aufzusuchen, der zwar keine Beruhigungsmittel, aber dafür Tranquilizer verkauft und sich spontan durch den Anblick von ein paar gebündelten Scheinen dazu überreden lässt, jene zu veräussern. Die Ruhigstellung hält nicht lange an, und so stiefelt Mama Vera frohgemuts auf der Suche nach ihrem Sohn vor die nächste Straßenbahn. Auf der danach folgenden Beerdigung tritt der penetrante Onkel Les auf den Plan, der mit seinen Ansprüchen auf das lionelsche Wohnhaus auch theoretisch die Eigentumsrechte an den nunmehr bereits um einige Gruppenmitglieder (darunter ein Zombiebaby) gewachsenen Leichen im Keller erwirbt, um die sich der herzensgute Lionel wie ein Herbergsvater sorgt.

Und schon bald sorgen genau die für den bisher immensesten Einsatz von Kunstblut, den sich ein Splatterfan nur wünschen kann, als die Kellerbewohner die spontan einberufene Erbschaftsfete nicht nur stören, sondern jene bzw eher die Gäste derselben im wahrsten Sinne des Wortes in ihre Einzelteile zerlegen.


Der fachmännische Einsatz des Rasenmähers als letzte Instanz ist nur noch eine Frage der Zeit...

 

Mika sagt: Prädikat KULT! Unglaublich ekliger und nichtsdestotrotz bzw grade deswegen unglaublich spaßiger Splatterfilm mit herrlichen Gore-Einlagen – ein 100%iges MUST-SEE für alle Genrefans. ;D

von Mika - veröffentlicht in: FuBaSchleFi
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