(B)Locked.
In einer ähnlichen Verfassung befinde ich mich heute auch, weiß so wirklich auch nicht wieso - bin frustriert und angespannt; mag evtl mal wieder mein beknacktes Unterbewusstsein dran schuld sein, was übrigens auch nicht viel schlimmer als sein großer Bruder, Mr. Wachzustand, ist: anstatt im Schlaf Abstand von psychischem Druck zu nehmen, den man sich sowieso schon zu viel macht, wirds nächtens noch verstärkt. Und so schlägt man morgens die Augen auf und das erste, was einem einfällt ist: Mika, du bist ein elendiger Versager, die Zeit läuft, sieh zu!
Jo hi Kopf, guten morgen auch... =_=
Hab gestern versucht, zu schreiben.
Okay, ich wusste vorher, dass das nix werden kann. Es war schon fast 22 Uhr und wenn am nächsten Tag nicht Wochenende ist, kann mans sowieso knicken - mich hat nur mein schlechtes Gewissen nicht mehr in Ruhe etwas anderes tun lassen. So hab ich dann... öh.. ja, glaub den Absatz an dem ich grade sitze, einmal kurz überflogen ohne ihn groß zu lesen, in nem anderen Absatz ein Wort geändert und dann hat mich die Motivation (?) schon wieder verlassen, um Platz für den Selbsthasstrip zu machen.
Dann hör ich von einigen Seiten: "Mach dir nicht so viel Druck!"
Ja. Gerne. Wie nochmal? oO
Ich versteh mich nicht, ich kann das doch, wieso krieg ich schon fast Schweißausbrüche wenn ich nur dran denke, endlich weiterzuschreiben? Ich verlier den Faden und komm gar nicht richtig in die Story rein, die mal wichtiger war als alles andere. Das ist ein echt dämlicher Kreislauf.
K. sagt, mir gehen zu viele andere Sachen durch den Kopf. Zu viele Baustellen und "Sorgen". Ich müsste n paar Sachen mal abhaken, die mich kaum ruhig schlafen lassen, weil sich diese "soll ich soll ich nicht was wenn ich und wenn doch"-Tiraden nie ganz abstellen lassen. Blöderweise kann ich das mit dem abhaken nicht, dazu fehlt mir Input von außen. Offene Akten mit nem Fragezeichen. Auf ne Art Abstellgleis geschoben und in Warteposition. Leerlauf. Standby. Kann die Energiezufuhr nicht abstellen, bin noch in Bereitschaft. Kostet Kraft und Strom, das Gedankenkarussell. Macht mir Magenschmerzen, sobald ich dran denke - auch gerne morgens um halb 5. Ich hasse das so, kann das nicht mal aufhören? F*ck. >____<
Wie trainiert man sich den Spaß an einer Sache wieder an? So dass es aufhört, eine schleppende Last zu sein? Muss die Blockade loswerden, weiß nur nicht, wie. Hab meinen Kopf eingezäunt und abgeschlossen - ich brauch mal son Brecheisen, glaub ich. 8(((
Heute abend neuer Versuch. Hoffe ich. Weiß ich nicht. Am besten nicht dran denken, sonst wirds jetzt schon kritisch.
Und ich glaub ich weiß worans zum großen Teil liegt. T_T
Dieses dämliche Schriftstellerforumzeugs damals hat mich komplett aus der Bahn gehauen mit der elendigen Kritik an zig Sätzen bei einem kleinen popeligen Absatz alleine schon. Schreib dies so, schreib das anders... ich überleg ja bei jedem Satz erstmal 50x ob das überhaupt so in die Norm passt, mans nicht doch einfacher ausdrücken könnte, blablablaaaa... das wird ein großer blöder Knackpunkt sein! Dämliche Besserwisserschreiberlinge, deren Texte mich schon bei 500 Wörtern einschläfern! Pah! B(
Ich muss einfach mal aufhören, es allen blöden Leuten da draußen recht machen zu wollen! *an Tisch nag*
...
Irgendwie erinnert mich mein "Konflikt" grad an ein paar weise Worte. Ich versuch mal, mir das jetzt ins Hirn zu pressen, der gute Bela wirds schon wissen.
Ich wusste stets, was ich will – doch das wollen viele,
trotzdem setzte ich mich zwischen alle Stühle,
und machte es mir bequem – bis hierhin kein Problem.
Ich strengte mich an – gehörte doch nie zu denen,
und schwelgte doch nur in unerreichbaren Plänen,
und am Ende war der Lohn Frustration.
Ich dachte, ich könnte es erzwingen.
Der Selbstbetrug tat mir nichts bringen, denn …
Du bist immer dann am besten, wenn’s dir eigentlich egal ist.
Du bist immer dann am besten, wenn du einfach ganz normal bist.
Du bist immer dann am besten – du musst das nicht mehr testen jedes Mal.
Dein Spiegelbild ist anderen egal.
Ich war nicht mehr ich selbst – es wurde gefährlich.
Tat, was andre verlangten, war zu mir selbst nicht ehrlich.
Wer Wahrheit simuliert, wird nur kurz akzeptiert.
Ich machte es allen recht – alle sollten mich lieben.
Sah nicht die Dämonen, die mich dazu trieben.
War gefangen und nicht mehr frei und ich ging kaputt dabei.
Man kann die Welt nicht ewig blenden.
Ich muss den Quatsch sofort beenden, denn …
Du bist immer dann am besten, wenn’s dir eigentlich egal ist.
Du bist immer dann am besten, weil der Ehrgeiz dich sonst auffrisst.
Du bist immer dann am besten – du musst das nicht austesten – nicht noch mal.
Dein Spiegelbild ist anderen egal.
Du kannst für eine Weile dein Umfeld belügen.
Doch dein eigenes Herz wirst du nicht betrügen.
Man erntet, was man sät – drum wird’s dein Herz sein, das dich verrät.
Ich will deinen Elan doch überhaupt nicht dämpfen.
Wenn du etwas willst, musst du darum kämpfen.
Nur eines versprichst du mir: bleib immer du selbst und bleib bei dir.
Ich bin immer dann am besten, wenn’s mir eigentlich egal ist.
Ich bin immer dann am besten, wenn mir keiner ins Regal pisst.
Ich bin immer dann am besten – am zweit-, dritt oder zehntbesten.
Von mir aus auch mal nicht am besten.
Ich muss das nicht austesten.
Nicht noch mal.
Mein Spiegelbild ist anderen egal.