Lost Letter
Heute ist wieder einer dieser Tage. Vielleicht liegts an der Musik.
Du bist weg - schon eine Weile, definitiv über einen Monat, und davor wahrscheinlich auch schon lange. Meistens versuche ich, nicht dran zu denken. Geht oft genug gut, immerhin lebst du noch, schätz ich - und ich bin mir ziemlich sicher, wieso du die Tür zwischen uns geschlossen hast.
Manchmal will ich aufspringen und sie aufreissen, weil ich es nicht mehr aushalte, doch dann bleib ich sitzen, denke an irgendwas Schönes und halte meine Hände fest. Ich will das respektieren, was du tust - auch wenns immer wieder weh tut. Wird dir egal sein, wars dir glaube immer - oder nicht bewusst, was irgendwie noch schlimmer ist. Aber auch das ist in Ordnung, manchmal würd ich nur gern schreien, weil ich keinen Bock mehr habe, zu lächeln. Andererseits halte ich auch manchmal einfach so in der Bewegung inne, weil ich nichtmal genau weiß, was ich dir sagen will, wenn ich die Tür aufgerissen habe. Blöde Situation, huh?
Vielleicht ist es übertrieben, dass mich dein Fehlen innerlich zerreißt, in diesem Augenblick wärs vermutlich eher albern. Ist ja nicht so, dass wir das zum ersten Mal haben und noch sind auch keine Jahre vergangen. Aber dran gewöhnen werd ich mich wohl nie.
Irgendwie hab ich immer wieder Angst, dass es an mir liegt. Dass du erwartest, dass ich die Tür öffne um zu fragen, was du dahinter im Dunkeln tust. Und dann stell ich mir vor, wie du da sitzt und dich grad dasselbe fragst wie ich, und wir kein Wort mehr miteinander reden, bis wir alt und grau sind und das Leben vorbei ist. Manchmal kann ich über die Vorstellung sogar beinahe lachen. Glaub heute nicht, du fehlst mir einfach.
Manchmal wünsch ich mir auch, wir hätten uns gestritten, so wie ungefähr 150 Mal davor in den tausend Jahren, die wir uns kennen. Dann könnt ich mich jetzt zähneknirschend hinsetzen und auf nem Stift rumkauen, um dir zu sagen, dass ich ein idiot gewesen bin und es mir leid tut, was ich gesagt habe.
Doch so sehr ich auch nachdenke und überlege, mir fällt gar nichts ein, was ich gesagt haben könnte - und du bist einfach ganz.... grundlos weg. Am Anfang hab ich gedacht, dass du wohl wiederkommst, wenn du eine Runde um den Block gegangen bist, aber langsam beschleicht mich das Gefühl, ich bin eins dieser "Ich bin mal eben Zigaretten holen, komm in 10 Minuten wieder"-Opfer. Und ich frage mich immer wieder, was du gerade tust und ob du glücklicher bist, so wie es jetzt ist.
Vielleicht ist es gut so und ich begreif das noch irgendwann. Manchmal dauert das ja länger, weißt du ja. Vermutlich hab ich irgendwas mal wieder nicht richtig kapiert und werde blöderweise ahnungslos sterben, weil mich alle nächtlichen Grübeleien bisher zu keinem Ergebnis gebracht habe. Oder ich werde irgendwann mit 60 realisieren, dass du das einzig richtige getan hast, nämlich einen Weg fern von mir zu gehen - irgendwie paradox, wo doch das Gegenteil davon in symbolischer Form eins von den Dingen ist, die du gar nicht mehr loswirst, es sei denn, du lässt dir nen schwarzen Balken über... ach, lassen wir das. :P
Ich weiß nichtmal mehr, ob du das hier lesen wirst - irgendwie glaub ich das nichtmal. Ist vielleicht auch besser so, ich habs sowieso nicht geschrieben.
M.
Du bist weg - schon eine Weile, definitiv über einen Monat, und davor wahrscheinlich auch schon lange. Meistens versuche ich, nicht dran zu denken. Geht oft genug gut, immerhin lebst du noch, schätz ich - und ich bin mir ziemlich sicher, wieso du die Tür zwischen uns geschlossen hast.
Manchmal will ich aufspringen und sie aufreissen, weil ich es nicht mehr aushalte, doch dann bleib ich sitzen, denke an irgendwas Schönes und halte meine Hände fest. Ich will das respektieren, was du tust - auch wenns immer wieder weh tut. Wird dir egal sein, wars dir glaube immer - oder nicht bewusst, was irgendwie noch schlimmer ist. Aber auch das ist in Ordnung, manchmal würd ich nur gern schreien, weil ich keinen Bock mehr habe, zu lächeln. Andererseits halte ich auch manchmal einfach so in der Bewegung inne, weil ich nichtmal genau weiß, was ich dir sagen will, wenn ich die Tür aufgerissen habe. Blöde Situation, huh?
Vielleicht ist es übertrieben, dass mich dein Fehlen innerlich zerreißt, in diesem Augenblick wärs vermutlich eher albern. Ist ja nicht so, dass wir das zum ersten Mal haben und noch sind auch keine Jahre vergangen. Aber dran gewöhnen werd ich mich wohl nie.
Irgendwie hab ich immer wieder Angst, dass es an mir liegt. Dass du erwartest, dass ich die Tür öffne um zu fragen, was du dahinter im Dunkeln tust. Und dann stell ich mir vor, wie du da sitzt und dich grad dasselbe fragst wie ich, und wir kein Wort mehr miteinander reden, bis wir alt und grau sind und das Leben vorbei ist. Manchmal kann ich über die Vorstellung sogar beinahe lachen. Glaub heute nicht, du fehlst mir einfach.
Manchmal wünsch ich mir auch, wir hätten uns gestritten, so wie ungefähr 150 Mal davor in den tausend Jahren, die wir uns kennen. Dann könnt ich mich jetzt zähneknirschend hinsetzen und auf nem Stift rumkauen, um dir zu sagen, dass ich ein idiot gewesen bin und es mir leid tut, was ich gesagt habe.
Doch so sehr ich auch nachdenke und überlege, mir fällt gar nichts ein, was ich gesagt haben könnte - und du bist einfach ganz.... grundlos weg. Am Anfang hab ich gedacht, dass du wohl wiederkommst, wenn du eine Runde um den Block gegangen bist, aber langsam beschleicht mich das Gefühl, ich bin eins dieser "Ich bin mal eben Zigaretten holen, komm in 10 Minuten wieder"-Opfer. Und ich frage mich immer wieder, was du gerade tust und ob du glücklicher bist, so wie es jetzt ist.
Vielleicht ist es gut so und ich begreif das noch irgendwann. Manchmal dauert das ja länger, weißt du ja. Vermutlich hab ich irgendwas mal wieder nicht richtig kapiert und werde blöderweise ahnungslos sterben, weil mich alle nächtlichen Grübeleien bisher zu keinem Ergebnis gebracht habe. Oder ich werde irgendwann mit 60 realisieren, dass du das einzig richtige getan hast, nämlich einen Weg fern von mir zu gehen - irgendwie paradox, wo doch das Gegenteil davon in symbolischer Form eins von den Dingen ist, die du gar nicht mehr loswirst, es sei denn, du lässt dir nen schwarzen Balken über... ach, lassen wir das. :P
Ich weiß nichtmal mehr, ob du das hier lesen wirst - irgendwie glaub ich das nichtmal. Ist vielleicht auch besser so, ich habs sowieso nicht geschrieben.
M.
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