Famous Last Words
Dienstag.
Der Tag X der Woche hat begonnen. Vor Stunden schon - doch noch ist es still. Zu still.
Erfüllt von einer unbestimmten Vorahnung sieht unser junger, gutaussehender Protagonist aus seinem Fenster in der Chefetage eines renommierten (?) Bürogebäudes.
Ein einsamer Rasenmäher zieht draußen auf dem Grün des Bushaltestellenvorplatzes seine dröhnenden Runden, kein Windhauch lässt die stark begrünten Äste vor dem Fenster schwingen. Einige halbstarke Jugendliche haben sich im kleinen Glashäuschen versammelt; schwitzend, wartend. Drohendes Unheil liegt in der schwülen Luft.
Irgendetwas wird passieren...
Irgendetwas MUSS passieren...
Man kann es beinahe körperlich spüren, die Atmosphäre zieht sich zusammen, flimmert vor kosmischer Energie, gnadenlos ballt sie sich um sich alsdann auf grausame Art und Weise zu entladen, als ... *Tüdelü*... gnarf, Telefon. Moment.
...
Okay, wo war ich?
Dienstag. Unendliche Weiten.
Dies sind die Abenteuer des furchtlosen Buchhalters M., der .. *Tüdelü* raah, Telefon. - cut -
T_T
Nochmal.
Dienstag. Der Tag ist öde.
Mika, allein gelassen und tapfer die Stellung haltend, liegt mit seinem Kopf auf der Schreibtischunterlage und wickelt die Telefonschnur lethargisch um seine Finger. Wieso? Niemand weiß es. Vermutlich weil die Alternative noch langweiliger wäre. Er spielt kurz mit dem Gedanken, die Schnur des gegenüberliegenden Telefons aus der Wand zu reißen. Das Telefon gehört seinem Kollegen. Der hat Urlaub.
Verräter.
*Tüdelü*
Ich hasse Telefone, stellt Mika fest, als es zum widerholten Male klingelt. Diesmal ist es sogar sein eigenes. S. ist dran. Wenigstens etwas. Sie sagt, sie will was faxen. "Mhm", sagt Mika und legt auf.
An Dienstagen geht das nicht anders.
Der heutige zeichnet sich durch das exzessive Fehlen jeglicher Katastrophen aus.
Leise wimmernd stülpt sich der Verfasser dieses Artikels einen Ordner mit Bankbelegen über den Kopf. Das kann nicht mit rechten Dingen zu gehen. Beim Teutates.
"Es tut mir leid", schreibt er mit letzter Kraft auf seine Schreibtischunterlage, bevor er sich Richtung Balkon begibt.
"Ich halte das nicht mehr aus. Ich muss jetzt erstmal eine rauchen..."
Der Tag X der Woche hat begonnen. Vor Stunden schon - doch noch ist es still. Zu still.
Erfüllt von einer unbestimmten Vorahnung sieht unser junger, gutaussehender Protagonist aus seinem Fenster in der Chefetage eines renommierten (?) Bürogebäudes.
Ein einsamer Rasenmäher zieht draußen auf dem Grün des Bushaltestellenvorplatzes seine dröhnenden Runden, kein Windhauch lässt die stark begrünten Äste vor dem Fenster schwingen. Einige halbstarke Jugendliche haben sich im kleinen Glashäuschen versammelt; schwitzend, wartend. Drohendes Unheil liegt in der schwülen Luft.
Irgendetwas wird passieren...
Irgendetwas MUSS passieren...
Man kann es beinahe körperlich spüren, die Atmosphäre zieht sich zusammen, flimmert vor kosmischer Energie, gnadenlos ballt sie sich um sich alsdann auf grausame Art und Weise zu entladen, als ... *Tüdelü*... gnarf, Telefon. Moment.
...
Okay, wo war ich?
Dienstag. Unendliche Weiten.
Dies sind die Abenteuer des furchtlosen Buchhalters M., der .. *Tüdelü* raah, Telefon. - cut -
T_T
Nochmal.
Dienstag. Der Tag ist öde.
Mika, allein gelassen und tapfer die Stellung haltend, liegt mit seinem Kopf auf der Schreibtischunterlage und wickelt die Telefonschnur lethargisch um seine Finger. Wieso? Niemand weiß es. Vermutlich weil die Alternative noch langweiliger wäre. Er spielt kurz mit dem Gedanken, die Schnur des gegenüberliegenden Telefons aus der Wand zu reißen. Das Telefon gehört seinem Kollegen. Der hat Urlaub.
Verräter.
*Tüdelü*
Ich hasse Telefone, stellt Mika fest, als es zum widerholten Male klingelt. Diesmal ist es sogar sein eigenes. S. ist dran. Wenigstens etwas. Sie sagt, sie will was faxen. "Mhm", sagt Mika und legt auf.
An Dienstagen geht das nicht anders.
Der heutige zeichnet sich durch das exzessive Fehlen jeglicher Katastrophen aus.
Leise wimmernd stülpt sich der Verfasser dieses Artikels einen Ordner mit Bankbelegen über den Kopf. Das kann nicht mit rechten Dingen zu gehen. Beim Teutates.
"Es tut mir leid", schreibt er mit letzter Kraft auf seine Schreibtischunterlage, bevor er sich Richtung Balkon begibt.
"Ich halte das nicht mehr aus. Ich muss jetzt erstmal eine rauchen..."
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