Emotional Distress
Erstmal ein dickes Danke hier an alle für die lieben Worte, das tut grad sehr gut und knipst so'n bißchen Licht an in der blöden dunklen Nebelwolke. Beweg mich hier grad... irgendwo zwischen akuter Verzweiflung mit elementarer Traurigkeit und der krassen Gegenseite. Heute ist es eher so eine Mischung aus beidem, schätz ich - aber gestern wars weird.
So ungefähr ab dem späten Nachmittag kam so ne angenehme "without emotions"-Wolke und blieb erstmal ne Weile um mich herum. Das ist extrem seltsam, wenn vorher wirklich jede Pore im Körper schmerzt wie die Hölle und man denkt, man hälts einfach nicht weiter aus - und es macht "Klick" und alles ist weg. oO Ich konnt mich grad noch so dran erinnern, dass da mal was weh tat, aber... was genau und wieso nochmal? *kopfkratz* Ist doch alles bestens, wo ist das Problem?
Ich hab mir gestern noch dreimal hintereinander "Love breeds Suicide" reingepfiffen - keine Reaktion. oO'
DeAdrAbBiT has taken control - mööp!
Psi nannte das gestern Dissoziation, schätze das kann ich ab und zu ganz gut. Man könne das auch irgendwie wieder wegkriegen, damit man an die Emotionen wieder dran kommt, aber... wouh, never ever! Wieso sollte man so etwas tun wollen?? Das ist unglaublich praktisch! Ich liebe meinen Kopf dafür, blesses be me!! \o/ Ich möchte wissen, wo der Knopf dafür ist und das bitte steuern können.
Ok, dummerweise deckt das auch erstmal alle anderen Gefühle gut ab und man kommt nicht nur nicht mehr an die negativen dran, sondern kriegt auch die andere Seite nicht mehr so gut auf den Schirm - könnte gefühlskalt und komisch wirken in manchen Momenten. Ich entschuldige mich schon mal vorab, das ist reiner Selbstschutz. xD
Für gestern wars aber wirklich gut so, immerhin war der Abend wirklich noch richtig schön - Dr. B kam ja dann vorbei und hatte selbst einen nicht wirklich tollen Tag gehabt, aber mir kams vor, als konnten wir das kurzfristig für ne Weile alles ausblenden. (...ich mag Züge...) Außerdem möchte ich noch anmerken, dass sie denkt, dass ich einen großen Vogel habe - sie wird schon wissen, was ich meine. *grmpf*
Heute morgen bin ich dann wieder "auf der Kippe" aufgewacht, so gegen 5 Uhr, konnte nicht mehr schlafen. Die emotionslose Wolke ist verpufft, welcome desperation and despair, Magenschmerzen und elementare Traurigkeit called Liebeskummer. :´-(
Grad mal kurz ein wenig hier gelesen und ich schätze, ich befinde mich irgendwo zu einem Viertel in Phase 1 und zu dreivierteln in Phase 2. Wenn ich dann weiter runter scrolle und lese, dass dieser Shice so ein gutes Jahr dauern kann, wird mir unglaublich schlecht, weswegen ich mich auch immer wieder zurück in Phase 1 flüchte; nach zwei Tagen ist das wohl auch noch mein gutes Recht. Immerhin ist *noch* nichts zuende, derzeit regiert der ebil Schwebezustand of hell and doom.
Hoffnungswolken gibts ja zumindest auch vereinzelt, aber ich trau mich ehrlich gesagt nicht, daran zu glauben. Ich kenn das gefühl, wenn man so ca 12(0) Stockwerke tief auf den Asphalt klatscht - ich stell mich lieber jetzt schon mal mental auf meine persönliche Hölle ein, das machts vl später weniger schlimm. Naja, wahrscheinlich eher nicht. *sfz*
Whatever.
Hab dann ein paar Stunden Schlaf nachgeschoben und wurd relativ "brutal" von K. geweckt, der ca 3 Minuten das Telefon klingeln ließ (und danach mein Handy), weil er sich Sorgen gemacht hatte und ein blödes Gefühl hatte. Um halb 9. Öhm. Ich hab bloß gepennt, aber ich verbuche das jetzt mal als klitzekleinen Hoffnungslichtpunkt. :-P
Hab übrigens geträumt, wir hätten die Wohnung komplett umgeräumt, nur es gab plötzlich kein Schlafzimmer mehr. Hach ja, manchmal kann Deutung so einfach sein. Ok, bin dann nochmal eingeschlafen, um irgendwie an derselben Stelle weiterzuträumen, nur dass jetzt nicht nur die Wohnung komplett anders aussah, sondern auch noch ne ganze Gastarbeiterfamilie mit Migrationshintergrund einzuziehen gedachte und teilweise schon im Flur nächtigte, weil der Rest der Zimmer schon voll war. *argh*
Weitere Traumaspekte waren ein Telefonat mit O., die tröstenderweise vorbeikommen wollte, ein Radiowecker aus einem umzugskarton, den ich zusammengebastelt hatte um in der Küche Musik beim Spülen zu haben (?) und irgendwer hatte die ganzen Früchtedrops aus dem großen Bonbonglas in der Küche gestohlen. *hyperventilier*
Joa... aber sonst ist alles gut. Also. Abgesehen davon, dass alles ganz furchtbar und schlimm ist - aber die Sonne scheint immerhin. Az meinte ja gestern auf mein "na toll, wieso passiert so ne shice immer wenn ich mich auf den sommer freue" passenderweise, dass es wohl wesentlich prekärer wäre, Herzschmerz und Depressionen im dunklen Winter zu haben, könnt man sich evtl gleich nen Strick zu Weihnachten wünschen.
Auch wieder wahr. Vl kann das jetzt wenigstens kurz die Waage halten, zumindest... dass mir ein weiterer Breakdown erspart bleibt. Ich höre von meinen Freunden grade, dass ich stärker bin, als ich denke.
Den Eindruck hab ich weniger in diesen Tagen, nicht wenn die Mauern wieder kippen. :-/