The Heat of the Moment
Moin. Ich bin schon wieder so matschig hier. Sommer ist anstrengend. Ker, watt war dat waaaarm gestern, man man man! Wieso man an solchen Tagen überhaupt zu grillen erwägt, is mir jetzt im nachhinein auch ein Rätsel, immerhin muss man dazu FEUER machen und machts nur noch schlimmer! oO
Hab jedenfalls erstmal Besuch gekriegt von alten (also.. metaphorisch temporär aufs Leben bezogen oO') Schulkollegas und bin erst so gegen zwei Uhr hier oben ins Bett gefallen. Bzw aufs Bett. Rein ist immer so ne Sache, wenn man unterm Dach wohnt. Hab zwischendurch überlegt, im Stehen zu pennen, um möglichst wenig Körperoberfläche zu haben, die etwas anderes außer Luft touchiert, das ging echt gar nicht - und das trotz sperrangelweit geöffneten Dachfenstern.
Glaub so gegen halb vier weckte mich das immense Rauschen des fetten Baumes in unmittelbarer Fensternähe, weil kurzzeitig ein Tornado durch die Felder zu wüten schien. War toll. Also der Ausblick. Wünschte, ich könnt euch das zeigen. Well, sobald ich hier (also drüben) alles halbwegs aufgebaut, diverse Kabel aus tausend Kartons gefischt hab und alles wieder sowas ähnliches wie normal ist, kommen auch endlich mal n paar Pics, I promise.
Jedenfalls war der Wind toll. War immerhin ca 2 Grad kühler als der stehende Mist hier unterm Dach. Hatte blöderweise nur das Problem, dass ich nicht wusste, ob Moms Katze sich bereits wieder im Haus befand; ein Umstand, welcher auf reziproke Art mit den sperrangelweit geöffneten Fenstern in mehreren ungesunden Metern Höhe zu tun hatte, weswegen ich prinzipiell die ganze Nacht mit einem Ohr und einem Auge wach lag, um auf tapsende Miezen und im Wind quitschende Türen zu lauschen. Bin deswegen heute auch irgendwie... matschig, ja. Ich erwähnte es bereits. *gähn*
Zum gestrigen Abend ist zu sagen: Manche Leute verändern sich echt kein Stück - und das ist sehr gut so. ^^ Fands sehr schön und trotz der Tatsache, dass man sich jetzt teilweise mehrere Jahre nicht gesehen hat, irgendwie "wie immer". Ich mag diese kleinen Inseln von Beständigkeit, die in dieser neuen Lebens-Suppe rumschwimmen. Sorgt dafür, dass man das vorgesetzte Gericht des Schicksals irgendwie durchn Hals kriegt.
Ich wundere mich derzeit (eigentlich gar nicht mehr) über meine "Verfassung". Es fehlt immer noch ein kleines bißchen, um wieder alberne Dinge zu schreiben, ganzen Tag lang Mist zu machen oder so zu lachen, dass mir die Bauchmuskeln weh tun, aber es könnte schlimmer sein, schätz ich. Wird natürlich Sache der Stimmungsaufheller sein, aber dass das Johanniskrautzeug SO gut wirkt, hätt ich ehrlich nicht gedacht. Ich merk die bösen Reinfall-Löcher nur noch vage, wenn ich drüberschwebe, ansonsten kratzt mich das ganze derzeit irgendwie kaum. Alles, was mich vor einigen Wochen noch tief getroffen hat, prallt jetzt grad an der inneren Stabilität ab, die mir das Zeug aufgebaut hat, und die einzige Angst, die ich derzeit habe, ist dass das mal aufhört zu wirken.
Krasser Unterschied zu noch vor nem Monat, wo ich sehr, sehr nah dran war, das Auto mit Vollgas gegen den nächsten Baum zu fahren aus akuter Verzweiflung, Schmerz, Angst, Terror...
Ich komm mir allgemein ein bißchen gleichgültig vor, aber ich schätze, that`s just part of the game - und nur temporär.
So, gleich 11 Uhr - hab heut einiges vor in der neuen Wohnung. Gestern Bett abgeholt (es leben die Beziehungen! ^^ Erstmal ein 1,80x2,00-Meter-Teil für 50 Euro abgestaubt, was bestens in den Raum und zu den Schränken passt *faustreck*) und ich glaub, nachher kommt noch mein Onkel und misst die Arbeitsplatten ab für die Küche, hab von dem Kram ja keinen Plan. Ich tu mich mal unter die Dusche, bis denne. :)