Und dann war das Ohr ab
Morgens, halb 3 in Deutschland.
Mika pennt - zum Glück - endlich. Der Abend hatte zuletzt recht bedrohliche Züge angenommen und der Schlaf war irgendwann eine höchst willkommene Fluchtoption vor meterhohen Trauerwänden gewesen, die sich irgendwo in der Schwärze aufgetürmt hatten. Grade noch rechtzeitig konnte man die Kurve kriegen und in Pixies Rettungsboot Richtung Wolkenkuckucksheim davonschippern.
Maggie, Mika's zurückgebliebener Minitiger, schläft wie üblich irgendwo so unterm Kinn/über der Schulter/in der Armbeuge/sonstwo in der Nähe vom Blogbetreiber unter der Decke.
Es ist still, leise Atemzüge sind das einzige, was man hört. Ok, möglicherweise steigern sie sich zu einem hasserfüllten Schnauben irgendwann, ich kann das jetzt nicht verifizieren, denn eventuell trifft Mika in seinem Traum auf den neuen Anhang von K., um diesem in einer dunklen Gasse sämtliche Knochen zu brechen. [Aber das ist eine reine Vermutung und kann bisher nicht ausreichend bestätigt werden.] Fakt ist, dass er sich im Schlaf kurz bewegt, möglicherweise zuckt (und mit einer Axt ausholt), was die kleine, blöde Katze (hier: Maggie) aufschreckt [und ja, liebe Stammleser, sollte euch an dieser Stelle ein Deja-vu beschleichen: richtig! Das hatten wir schon mal.], in spontane Panik versetzt, weil sie sich in der Bettdecke verheddert und dazu veranlasst, ihre Häckselwerkzeuge auszufahren und erstmal wild um sich zu kratzen.
Diesmal ist nicht der Oberarm das Ziel mannigfaltiger Kratzspuren, nein! Schmerz durchzuckt das rechte Ohr des Autors (hier: ich) und er schlägt alarmiert die Augen auf, sitzt kurz darauf aufrecht im Bett und versucht, die Katze zu beruhigen, die sich zu allem Überfluss auch noch irgendwo im Moskitonetz verfangen hat. *argh!*
Schwer atmend und mit nem Herzschlag von ca 190,5 bpm tastet Mika nach dem Lichtschalter, betätigt ihn und versucht erstmal, die Situation zu rekonstruieren.
Vorsichtig betastet er sein schmerzendes Ohr, führt die Hand zurück vor seine Augen...
...
Naja gut, GANZ so schlimm wars nicht - aber... fast.
Und so schleppte sich der arme, gebeutelte, sich langsam am Rande seiner Kraft befindliche Held (?) aus seinem Bett vor den Spiegel im Badezimmer, um erstmal zu sehen, wie die rote Suppe an seinem Hals runterlief, yeeha. Tolle Art, geweckt zu werden. Katzen sind böse und eine Gefahr für Leib und Leben! Besonders die kleinen dicken, die aussehen, als könnten sie kein Wässerchen trüben!
Armi... vergiss das, was ich geschrieben habe und Laaaaaaaauf!! xD