Von Null

Veröffentlicht auf von Mika

Tjajaja... so schnell kanns gehen und einem den königlichen Groove versauen, hmpf. Deprimierende Geschichte. Wobei... ne, stimmt irgendwie auch nicht. Lag jetzt entweder an meinen Happieness-Push0rn oder an der Tatsache, dass ich nach 5 Minuten (bzw schon im ganzen Vorfeld) irgendwie schon das Gefühl hatte, dass wir übelst auf die Mütze bekommen von der roten Elf, aber mich hats nicht wirklich gewundert und deswegen auch nicht sonderlich ins Bodenlose enttäuscht. Ich glaube, ich bin einfach sowieso derzeit chronisch vorsichtig (und emotionslos...), an welche Dinge ich meine Euphorie hänge, hab erstmal die Schnauze voll von Enttäuschungen jeder Art, sei es das wahre Leben oder die Fifa WM 2010.

Zu mehr als einem "Schade, aber Leben is halt so" kann ich mich grad deswegen auch kaum durchringen, fürchte, da hab ich andere Baustellen. Zum Aufregen oder Frustschieben fehlt mir da jetzt auch grad einfach die Energie.

 

Bin total groggy heute, kein Plan wieso. War eigentlich soooo spät gar nicht zuhause, aber fühlt sich an, als wär ich erst um 4 ausser Disse gekrochen. =_0 Übles Timing, immerhin soll heute die Küche aus der alten in die neue Wohnung (UND ich hab nachher noch nen KG-Termin, gah)... würd jetzt irgendwie gern mit nem Buch aufm Sofa liegen und nach ner halben Seite dabei einpennen.
Naja, kommt noch, muss ja erstmal alles wesentliche halbwegs fertig sein, bevor das Ausruhen anfängt, shit.

 

"Fertig"... naja, wohl kaum. Schätze das Einräumen der Wohnung ist wohl eher die Basis für das neue, leere Kapitel in meinem derzeit sehr... neuem, leeren Leben. Letzteres meine ich nicht unbedingt negativ, bin ja zum Glück mittlerweile zumindest temporär fähig, das Potential einer Tabula Rasa zu erkennen. Das ist immer das Schöne daran, wenn man ziemlich weit unten ist: Es kann nur besser werden. xD

Hab für mich jetzt beschlossen, mit dem bisherigen Kapitel abzuschließen. Schätze das ist gesund und alles andere hindert mich eh bloß daran, nach vorn zu schauen. Es ist viel Wehmut dabei, weil ich vieles loslasse, was mir so lange sehr, sehr viel bedeutet hat und ich fühle mich auch so, als würde ich einen großen Teil von mir selbst begraben, der nicht mehr in mein Leben gehört. Nützt eben nur nichts, an etwas festzuhalten, was eigentlich bereits... tot ist. Womit wir wieder bei den toten Hunden wären (http://guardian.over-blog.net/article-25366232.html), die man einfach nicht weiter mit sich herumziehen sollte, weil sie belasten - und stinken. :P

 

Ich mach jetzt keine großen Schritte. Ich geh sowieso noch keinen davon, ich muss erstmal die Basis haben, von der aus ich koordinieren kann. Das wird auch noch ne Weile Zeit brauchen. Wunden lecken. Zur Ruhe kommen. Sortieren. Abschließen. Das Ganze ist echt ein ziemlich langer Prozess, uff. Aber wisst ihr was...? Im Moment freu ich mich darauf.

 

Ich war gestern noch in der neuen Wohnung, hab ein paar Kisten von rechts nach links geschoben und mir fielen meine WM-Notizen in die Hände. WM - nicht Weltmeisterschaft in diesem Fall, sondern "Wonder's Macht", das Buch an dem ich schon so lange sitze und wo immer noch das Ende fehlt.
Ich saß da mit den Zetteln und Aufzeichnungen und war für einen kleinen Moment glücklich und voller Vorfreude und Ungeduld. Ich musste daran denken, dass vor zehn Jahren noch meine glücklichsten Momente darin bestanden, in meiner Kopfwelt zu versinken und sie aufzuschreiben - und ich hab das "Heimweh" wieder gespürt. Den Wunsch, wieder zu mir zu werden, wie ich mal war, als es mir gut ging und mir niemand fehlte.

Ich wünsch mir so sehr, dass das Gefühl wiederkommt.

 

Aber bis dahin dauert es noch ein Stück. Kleine Schritte. Erst die Basis.

Process: Operation Lifespace continues. *entschlossen guck und Faust reck*

 

Is irgendwie auchn bißchen spannend, ne? xD

 

PS: Ich sollte das wirklich lassen, die Meds zu überdosieren. Mir war heut morgen schon n bißchen schlecht. xD Naja ok, könnte auch ne Kreislaufsache gewesen sein, komm heut irgendwie nicht in die Spur. Wünschte trotzdem, ich hätte dieses Zeug mal eher genommen, ehrlich. Ich fühl mich endlich mal.. im Lot und so, als würd ich jetzt mit den Situationen so umgehen können, wie "normale" Leute. Was immer das bedeutet.

Es ist immer noch alles Mist, aber es lässt mich atmen. Mich beherrscht keine Angst und keine Panik vor der Zukunft und ich hab grad nicht das Gefühl, an der Trauer zu ersticken. Juhu. ^^

Werbung

Veröffentlicht in Dear Diary

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post