Zandvoort Pt. V - Casino Royal
Wer sich jetzt übrigens - zu recht - fragt, wie man aus einem popligen Wochenende gleich fünf Berichte machen kann, indem man jeden Shice dokumentiert, dem sei hiermit versprochen: Das hier ist der letzte, I promise. :P Aber es war einfach so toll und außerdem mein erster Urlaub seit Ewigkeiten incl AUSLAND, das muss man jetzt auch einfach eben dagegenhalten. ;D
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Richten wir also unseren Fokus wieder auf diese kleine, gemütliche Pension in Zandvoort. Oben ist ein Zimmer erleuchtet, Mika und Saint sitzen am Tisch und sind immer noch bekifft. xD
Saint bezichtigt das Thai-Zeugs, Auslöser seiner immensen Fressattacke zu sein und isst die ganze Schokolade auf. Mika hat die Flasche Sekt erfolgreich gekillt und ist - ganz das Rockstar-Klischee wie eh und je *räusper* - irgendwie unzufrieden mit der Gesamtsituation aufgrund fehlenden Drogen-Nachschubs, ausbleibender Groupies, einem Lack of Entertainment - und Schokolade is auch keine mehr da -> Mika-Zickenmodus on! >>
Hilft alles nix - wir müssen nochmal los, irgendwas beklopptes machen. \o/
Gradeaus gehen ist zwar noch etwas tricky, aber dafür umso lustiger und wieder verlassen wir die Pension, weil man eh drinnen nicht rauchen darf. :P
Die unmittelbaren Minuten kann ich derzeit nicht rekonstruieren, ist aber auch nicht so wichtig. Die kühle Nachtluft macht jedenfalls nach ner Weile wieder nüchtern und das darf nicht sein.
Weil die Strandbars jetzt definitiv ausgestorben aussehen, latschen wir zurück in die City - ua vorbei an diesen lustigen Snackautomaten, wo man für einen Euro laut Saint sehr schmackhafte Dinge kriegen kann. Allerdings hat keiner von uns Hunger, weil wir ja schon die Schokolade gegessen haben (also Saint hauptsächlich) und so müssen wir uns dieser deliziösen Herausforderung wohl das nächste Mal stellen.
Stattdessen wollen wir eigentlich immer noch irgendwas trinken, aber... Zandvoort ist eindeutig nicht gerüstet für Sex, Drugs&Rock'n'Roll, weil nur in ein paar vereinzelten Bars draußen noch Leute sitzen, die alle eher nach gesittetem Kegelclub aussehen. Besser als gar nix, denken sich Mika und Saint, und trinken halt nochmal Bier und Rotwein, auch gut.
Saint hat danach noch die grandiose Idee, in die kleine Pizzaria am Anfang der Straße einzumarschieren, weil die bestimmt Rotwein auch in kaufbaren Flaschen haben - Dirk's hat ja jetzt wohl zu, allerdings wissen wir nach einem Blick ins Schaufenster, wo der ganze Alkohol in Zandvoort gelagert ist. :P
[Um mal kurz einen kleinen Hinweis einzustreuen, falls jetzt langsam der Eindruck entsteht, wir wären die letzten Alkis und müssten langsam auf dem Zahnfleisch robben, weil wir doch schon so viel intus hatten: Bisher rede ich von GLÄSERN, nicht FLASCHEN! *g*]
Auf dem Weg zurück zum kleinen Italiener kommen wir allerdings nochmal beim Circus vorbei - noch offen, jej! - und Mika's Blick fällt auf das 18er-Schild beim Casinoaufgang, wonach er Saint unvermittelt die Treppe hochzieht, weil wir da oben noch nicht waren. 8-)
Der 18er-Bereich des Casinos ist im weitesten Sinne laaaangweilig. Zunächst Mal gibt es auch hier die traditionellen Geldwechsler, aber hier gibt es keine Spielmünzen wie unten, sondern man spielt natürlich mit echtem Geld. Da man schon mal hier ist, will man das ja auch kurz mal austesten, zumal vl noch was vom Spielglück des Nachmittags vorhanden ist - und so schmeißt Mika seine gesamte Kleingeldbarschaft von mit Sicherheit zwei Euro fuffzig in den Wechsler und kriegt ganz viele 10-Cent-Stücke, die man dann in die blinkenden Automaten schieben kann um sogar an einem ca 40 cent zu gewinnen, strike!!! (?)(Wird natürlich gleich wieder verzockt, was soll man auch mit 40 cent? :P)
Die Automaten sehen aber irgendwie alle gleich aus und überdies sitzen da mürrisch aussehende alte Leute dran, die manchmal eine ganze Automatenreihe für sich beanspruchen und uns angucken, als würden wir unbefugt ihr Territorium betreten um ihnen ihr Geld zu stehlen, als wir uns den Automaten nähern. Saint hat besonderen Respekt vor einer Frau, die erstmal vorsorglich ihr Butterbrot auspackt, weil sie anscheinend gedenkt, noch eine Weile vor den Blinkedingern zu sitzen und zu zocken, was uns relativ schnell zu öde wird. Ich bin zwar anscheinend durchaus Laster-anfälig, aber Glücksspiel ist mir zumindest in der Form zu doof, außerdem checken wir die meisten Spiele sowieso nicht hier oben.
Ein paar Typen spielen Roulette an einem Tisch, aber da das kein russisches ist und wir darüber hinaus auch keine 10-Cent-Münzen mehr haben, verlassen wir den 18er-Bereich und gehen wieder ins bunte Spieleparadies. Hier gibts zwar kein Geld zu gewinnen, aber wie sagte Spongebob noch so treffend? "It`s not about winning, it's about FUN!!"
Und so finden sich Saint und Mika kurz darauf in Rennautos wieder und fahren auf großen Monitoren ihre Karren zu Brei, knallen irgendwelche Aliens und Terroristen mit Lightguns ab, testen Automatenbowling, wimmeln komische kleine 15jährige Groupies ab (...*gah!*) und kloppen den Rest ihres Spaßbudgets auf den Kopf, um am Ende ... *glänzende Augen krieg* ... den epischen lila Glitzerflummi of Hope and Wonders und ein komisches Yps-Heft-Flugzeug für die nebenbei gesammelten Tickets zu bekommen. Mika ist hochgradig verzaubert und flummi-t fröhlich vor sich hin, während man sich langsam gechillt auf den Rückweg macht. Irgendwo an dieser Stelle kommen wir übrigens auch noch an einem anderen Nobel-Casino vorbei, was wir schon oft gesehen haben, von dem Saint allerdings behauptete, das wäre nicht das, was er meinte, weil Häuser drumrum wären und das war früher nicht so!
Da wir jetzt von der anderen Seite kommen, sehen wir eine Tiefgarage, die direkt gleich mal wiedererkannt wird und somit wäre das Rätsel um das verschwundene Casino auch gelöst: die Häuser sind neu drumrum gebaut oder das Casino ist samt Tiefgarage umgezogen. Na endlich. *g*
Es ist Nacht in Zandvoort und demzufolge dunkel, was aber grade am Strand mit Rückenlicht einiger semibeleuchteter Strandbars mächtig toll aussieht. Der Wind ist stark und böig, aber immer noch beinahe warm, es regnet nicht und das Meer rauscht schwarz vor sich hin.
Wir finden zwei Strandliegen, die jmd wohl vom Rest getrennt und direkt ans Meer gezogen hat, schmeißen uns drauf und lassen den wunderbaren Tag/Urlaub mit Blick in die Unendlichkeit entspannt zuende gehen, zumindest bis Mika etwas sagt wie "ok, wenn wir jetzt nicht zurückgehen, penn ich hier komplett weg =__=".
Der nächste Tag ist schnell berichtet. Es regnet. In Strömen. Uns tun die Füße weh vom Sand-laufen und rumrennen, wir haben Muskelkater (und vl nen gaaaanz klitzekleinen Hangover :P) und sind müde, weswegen wir Nochmal-Strand canceln und uns direkt auf den Weg machen, nachdem wir unser Zeug ins Auto geschafft haben.
Allerdings haben wir nicht mit der roten "Achtung, Bremsflüssigkeit"-Warnleuchte gerechnet, die uns direkt beim Losfahren entgegenblinkt. *gulp*
Diese hatten wir schon am Vortag gesichtet, aber die ging auch wieder weg - diesmal nicht. Das Handbuch sagt, dass wir sofort die nächste Werkstatt aufsuchen sollen, was allerdings an nem Sonntag in Holland ebenso schwierig ist, wie in Deutschland und der Fraggle an der Tanke weiß auch keinen Rat. Na toll. xD
Da die Lampe auch ab und zu mal fürn paar Minuten ausgeht, beschließen Mika und Saint, dass es schlimmeres gibt, als auf der Autobahn nicht mehr bremsen zu können und treten die letzte Reise an.
Wobei.. das wäre sehr traurig, ich glaube, das war definitiv nicht die letzte Reise für uns. ;-)
Auf der Rückfahrt fahren wir an Amsterdam vorbei, Saint verknipst den letzten Akku der Digicam auf der Autobahn weil da komische Huren?-Schilder sind (wofür er aber zu langsam war, damn! *g*), wir sehen noch ne Windmühle, die Holländer bauen sehr ominöse Hochhäuser und es gibt keinen Stau, nur einen bekloppten Busfahrer mit Egomanie. \o/
Abschließendes Statement von Mika:
Saint, ich nehm mal an, du liest das hier, weil du grad mit deinem Virus zuhause bist und eh nix besseres zu tun hast, weil deine Zunge gezackt ist *pfff* :P (ey, aber diesmal bin ich nicht schuld glaube ich!!) und ich dich obendrein dazu genötigt habe, das zu lesen:
Danke (nochmal) für das Wochenende! Danke für den ganzen Spaß und dass es dich gibt und überhaupt alles. Du wolltest, dass ich den Kopf frei kriege und ich hier mal rauskomme wegen dem ganzen emotionalen Mist der letzten Wochen - und ich glaube, es hätte keinen besseren Weg geben können, das zu erreichen.
Wir waren nur ein Wochenende weg, aber es fühlt sich an wie mindestens eine Woche und ich glaube, so muss das sein. *umärmel* Das vergess ich zumindest niemals. ^^
Und demnächst müssen wir mal los und die Flaschenpost irgendwo deponieren, das Buch will es so. B)