Epic Strohballenstory from Hell
Da die letzten Tage wahrlich nichts spektakuläres passiert ist, ich derzeit unglaublich unkreativ bin was Blogtexte angeht und die Retro-Sektion noch so leer ist, greife ich mal kurz Frau Arghs Interesse an der ominösen Strohballenstory auf. Wundert mich ja schon fast, das noch niemals hier erwähnt zu haben weil es eine Art langjähriger Runninggag ist, aber andererseits sind das jetzt auch so Sachen, die nur für die Beteiligten spannend sind/waren und der Rest der Leserschaft sich dann meistens fragt, wo jetzt genau der Bus ist mit den Leuten die das in irgendeiner Form interessiert, aber... >_>
Okay, so wirklich hat mich das jetzt sowieso noch nie gestört, ist immerhin mein "Tagebuch" hier, nech? Muss ja keiner lesen, wenns so öde ist! Könnt ja alle gehen wenns euch nich passt, mir echt total egal!!! Wär ja noch schöner wenn ich mir von euch vorschr... ach so, ja, hat sich keiner beschwert, okay. Hätt ja sein können. *hust* Sry, kurzes Entgleisen.
Nun ja. Das so-called Strohballendilemma nahm seinen Lauf im Jahre habichjetzvergessen, zu einer Zeit als das Gras noch grün, der Himmel noch blau und der Sommer noch hauptsächlich von Ferien geprägt war. Schon damals in jungen Jahren im schlimmsten Teeniealter als the infamous Couple of Hell bekannt, schlugen sich Mika und Az oftmals die langen, warmen Tage um die Ohren, indem sie stundenlang durch die Natur wanderten um zB Knochen längst verrotteter Schafe aus Erdlöchern zu graben, harmlose Spaziergänger mit der Videokamera zu verfolgen (und dabei Kalkutta liegt am Ganges zu singen.. nfc) und ihre Schuhe über den Fluss zu schmeißen, um zu sehen wer sich eher traute durch die eisigen Fluten zu latschen. *sinnier*
War ne tolle Zeit. ^^
Relikte davon hat sicherlich noch unser damaliger Biolehrer, dem wir am nächsten Tag stolz die Wirbelsäule und den Beckenknochen eines vermutlich prähistorischen Ovis orientalis aries überreichten, und der Zeugen zufolge noch Jahre später seinen Unterricht mit diesem praktischen Unterrichtsmaterial zu visualisieren pflegte. Grüße an Herrn V*erh*us an dieser Stelle. ;P
Nun geschah es allerdings, dass wir bei einem nachmittäglichen Streifzug an ein Felde kamen, auf jenem sich die allseits bekannten runden Strohballen befanden, die sorgsam Kilometer bis zum Horizont verteilt überall in der Gegend rumstanden. Normalerweise ein Anblick, den irgendwie jeder kennt und einen auch normalerweise dazu veranlasst, schulterzuckend weiterzugehen, aber... ja. Nicht uns an diesem Tage.
Im Nachhinein weiß ich wirklich nicht, wer angefangen hat.
Möglicherweise haben wir uns einfach an einen Strohballen gelehnt und irgendwer hat angefangen, dagegen zu drücken bis er umfiel. Und möglicherweise war es einfach mal wieder so eine "mal gucken wer besser ist"-Sache, die wir ständig machten. Oder möglicherweise hatte man auch einach grade nichts besseres zu tun. *hust* Jedenfalls entwickelte sich das ganze recht schnell zu einem Wettkampf, wer die meisten Strohballen umschmeißen würde und so rannten wir quer auf dem Feld rum und die sorgsam aufgerollten Dinger kippten im Minutentakt.
In Ermangelung einer Großstadt mit Häusern zum Ansprühen muss sowas manchmal eben ein anderes Ventil finden. *pff* Spaß kann so easy sein wenn man Sommerferien hat. *g*
Wir hatten echt viel davon an dem Tag.
Okay, so wirklich hat mich das jetzt sowieso noch nie gestört, ist immerhin mein "Tagebuch" hier, nech? Muss ja keiner lesen, wenns so öde ist! Könnt ja alle gehen wenns euch nich passt, mir echt total egal!!! Wär ja noch schöner wenn ich mir von euch vorschr... ach so, ja, hat sich keiner beschwert, okay. Hätt ja sein können. *hust* Sry, kurzes Entgleisen.
Nun ja. Das so-called Strohballendilemma nahm seinen Lauf im Jahre habichjetzvergessen, zu einer Zeit als das Gras noch grün, der Himmel noch blau und der Sommer noch hauptsächlich von Ferien geprägt war. Schon damals in jungen Jahren im schlimmsten Teeniealter als the infamous Couple of Hell bekannt, schlugen sich Mika und Az oftmals die langen, warmen Tage um die Ohren, indem sie stundenlang durch die Natur wanderten um zB Knochen längst verrotteter Schafe aus Erdlöchern zu graben, harmlose Spaziergänger mit der Videokamera zu verfolgen (und dabei Kalkutta liegt am Ganges zu singen.. nfc) und ihre Schuhe über den Fluss zu schmeißen, um zu sehen wer sich eher traute durch die eisigen Fluten zu latschen. *sinnier*
War ne tolle Zeit. ^^
Relikte davon hat sicherlich noch unser damaliger Biolehrer, dem wir am nächsten Tag stolz die Wirbelsäule und den Beckenknochen eines vermutlich prähistorischen Ovis orientalis aries überreichten, und der Zeugen zufolge noch Jahre später seinen Unterricht mit diesem praktischen Unterrichtsmaterial zu visualisieren pflegte. Grüße an Herrn V*erh*us an dieser Stelle. ;P
Nun geschah es allerdings, dass wir bei einem nachmittäglichen Streifzug an ein Felde kamen, auf jenem sich die allseits bekannten runden Strohballen befanden, die sorgsam Kilometer bis zum Horizont verteilt überall in der Gegend rumstanden. Normalerweise ein Anblick, den irgendwie jeder kennt und einen auch normalerweise dazu veranlasst, schulterzuckend weiterzugehen, aber... ja. Nicht uns an diesem Tage.
Im Nachhinein weiß ich wirklich nicht, wer angefangen hat.
Möglicherweise haben wir uns einfach an einen Strohballen gelehnt und irgendwer hat angefangen, dagegen zu drücken bis er umfiel. Und möglicherweise war es einfach mal wieder so eine "mal gucken wer besser ist"-Sache, die wir ständig machten. Oder möglicherweise hatte man auch einach grade nichts besseres zu tun. *hust* Jedenfalls entwickelte sich das ganze recht schnell zu einem Wettkampf, wer die meisten Strohballen umschmeißen würde und so rannten wir quer auf dem Feld rum und die sorgsam aufgerollten Dinger kippten im Minutentakt.
In Ermangelung einer Großstadt mit Häusern zum Ansprühen muss sowas manchmal eben ein anderes Ventil finden. *pff* Spaß kann so easy sein wenn man Sommerferien hat. *g*
Wir hatten echt viel davon an dem Tag.
(by Az, Jahre später ;)) Immer noch außer Atem von den Anstrengungen der Schmeißaktion, aber auf diese gewisse Weise berauscht von der Tatsache, grade in einem Akt von rebellischer Teenpower eine wahrlich große (?) Aktion vollbracht zu haben, jumpten wir also auf unser letztes Opfer.
Nun ja, und so saßen wir im Einklang mit uns und der Welt im allgemeinen da so mitten auf dem zerstörten (naja) Felde inmitten umgestürzter Strohballen, unterhielten uns über Gott und die Welt, sinnierten über Sinn und Unsinn des Lebens... und ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, wie wir den Trecker übersehen konnten, der mit Vollgas auf uns zugerast kam, während Brocken aus dem Feld zu beiden Seiten von ihm wegstoben - in dessen Zentrum ein Mensch mit blutunterlaufenden, roten Augen, die Klauenhände um ein Lenkrad gekrampft, ready to kill.
Und er schrie!
Er schrie wirklich, was genau konnte man so schlecht gegen das Dröhnen des Treckermotor verstehen, aber ich glaube nicht, dass er uns danken wollte; sah eher so aus, als hätte er vor, unseren derzeitigen Sitzplatz frontal wegzurammen - was uns dann irgendwann auch aufging, als irgendwer von uns ganz verträumt den Kopf gehoben hatte und der Realität gewahr wurde. WTF...? P___P
Weiß nicht mehr genau, was dann passierte.
Vl hat mich Az vom Strohballen gestoßen oder ich sie, ich weiß nur noch dass wir gerannt sind wie noch nie zuvor. *rofl*
Und der Trecker hinter uns her.
Krieg im Nachhinein schon wieder Lachtränen in die Augen wenn ich dran denke, aber ey... wir hatten Panik. *lol* Oder zumindest einen eisernen Überlebenswillen, denn das ganze Feld war mit Stacheldraht eingezäunt unter dem wir sensationellerweise quasi schliddernd durchrutschten ohne mit irgendwelchen Körperteilen dran hängenzubleiben. Das rettende Dickicht am Feldrand war unser Überlebensziel und so rollten wir beinahe in einen nahen Graben, nur um uns danach aufzurappeln und die Böschung mit den Bäumen hochzuklettern, weil man sich dahinter recht gut verstecken konnte.
Der Stacheldraht hatte unseren Verfolger aufgehalten. Er dachte allerdings noch lange nicht daran, den taktischen Rückzug anzutreten, immerhin hatten wir grad vermutlich dafür gesorgt, dass er n paar Überstunden bei Nacht schieben durfte, indem er die zig Strohballen wieder in ihre Position hieven musste. Brüllend fuhr er am Feldrand entlang und patroullierte minutenlang, während sein hasserfüllter Blick wie ein Röntgenstrahl über die Bäume streifte, hinter denen wir mittlerweile kauerten und inniglich versuchten, mit dem Wald zu verschmelzen.
Wurde allerdings dann auch recht schnell öde und wir traten die Flucht nach oben an, die Böschung weiter hoch.
Oben angekommen erreichten wir ein weiteres Feld und in etwas weiterer Ferne stand ein einsamer Hochsitz mit schützendem Buschwerk drumrum. Geduckt rannten wir zum neuerlichen Checkpoint und wagten uns alsdann keinen Meter mehr in irgendeine Richtung, weil das umliegende Feld dann doch sehr gut einsehbar war und wir jederzeit mit dem Treckerman from Hell rechneten, der uns den Weg abzuschneiden gedachte.
Stunden vergingen. Und es wurde Nacht. >_>
*g* Ok, nich so ganz. Irgendwie haben wirs dann doch nach Hause geschafft indem wir nen groooooßen Bogen um das Feld gemacht haben. Hatten noch überlegt, ob wir nochmal zurückschleichen und die evtl wieder aufgestellten Dinger nochmal.... >_>" aber nein, ein bißchen Mitleid konnten wir dann doch zusammenkratzen und wir habens gelassen. Bin dank meines schlechten Gewissens (ja, ich bin ekelhaft moralisch und ne Spaßbremse, ehrlich) noch tagelang zusammengezuckt wenn irgendwer an der Haustür geklingelt hat, immerhin befand sich das Naturschutzgebiet gleich hinterm Haus und der Zusammenhang wäre jetzt nicht soooooooooo von der Hand zu weisen gewesen, aber zum Glück wurde kein Haftbefehl ausgestellt und alles war gut. *g*
In den nunmehr sicherlich bald 15 Jahren, die Az und ich uns schon kennen, hat sich die Story einen gewissen sentimentalen Epicbonus eingespielt und wir kriegen regelmäßig so ein Zucken in den Fingern, wenn wir ein solches Feld passieren. Hatte das ja vor ner Weile schon mal als Freizeitaktivität vorgeschlagen, aber Az behauptete, das wäre kein gutes Vorbild für die Kinder.
Mist. >_>
Nun ja, und so saßen wir im Einklang mit uns und der Welt im allgemeinen da so mitten auf dem zerstörten (naja) Felde inmitten umgestürzter Strohballen, unterhielten uns über Gott und die Welt, sinnierten über Sinn und Unsinn des Lebens... und ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, wie wir den Trecker übersehen konnten, der mit Vollgas auf uns zugerast kam, während Brocken aus dem Feld zu beiden Seiten von ihm wegstoben - in dessen Zentrum ein Mensch mit blutunterlaufenden, roten Augen, die Klauenhände um ein Lenkrad gekrampft, ready to kill.
Und er schrie!
Er schrie wirklich, was genau konnte man so schlecht gegen das Dröhnen des Treckermotor verstehen, aber ich glaube nicht, dass er uns danken wollte; sah eher so aus, als hätte er vor, unseren derzeitigen Sitzplatz frontal wegzurammen - was uns dann irgendwann auch aufging, als irgendwer von uns ganz verträumt den Kopf gehoben hatte und der Realität gewahr wurde. WTF...? P___P
Weiß nicht mehr genau, was dann passierte.
Vl hat mich Az vom Strohballen gestoßen oder ich sie, ich weiß nur noch dass wir gerannt sind wie noch nie zuvor. *rofl*
Und der Trecker hinter uns her.
Krieg im Nachhinein schon wieder Lachtränen in die Augen wenn ich dran denke, aber ey... wir hatten Panik. *lol* Oder zumindest einen eisernen Überlebenswillen, denn das ganze Feld war mit Stacheldraht eingezäunt unter dem wir sensationellerweise quasi schliddernd durchrutschten ohne mit irgendwelchen Körperteilen dran hängenzubleiben. Das rettende Dickicht am Feldrand war unser Überlebensziel und so rollten wir beinahe in einen nahen Graben, nur um uns danach aufzurappeln und die Böschung mit den Bäumen hochzuklettern, weil man sich dahinter recht gut verstecken konnte.
Der Stacheldraht hatte unseren Verfolger aufgehalten. Er dachte allerdings noch lange nicht daran, den taktischen Rückzug anzutreten, immerhin hatten wir grad vermutlich dafür gesorgt, dass er n paar Überstunden bei Nacht schieben durfte, indem er die zig Strohballen wieder in ihre Position hieven musste. Brüllend fuhr er am Feldrand entlang und patroullierte minutenlang, während sein hasserfüllter Blick wie ein Röntgenstrahl über die Bäume streifte, hinter denen wir mittlerweile kauerten und inniglich versuchten, mit dem Wald zu verschmelzen.
Wurde allerdings dann auch recht schnell öde und wir traten die Flucht nach oben an, die Böschung weiter hoch.
Oben angekommen erreichten wir ein weiteres Feld und in etwas weiterer Ferne stand ein einsamer Hochsitz mit schützendem Buschwerk drumrum. Geduckt rannten wir zum neuerlichen Checkpoint und wagten uns alsdann keinen Meter mehr in irgendeine Richtung, weil das umliegende Feld dann doch sehr gut einsehbar war und wir jederzeit mit dem Treckerman from Hell rechneten, der uns den Weg abzuschneiden gedachte.
Stunden vergingen. Und es wurde Nacht. >_>
*g* Ok, nich so ganz. Irgendwie haben wirs dann doch nach Hause geschafft indem wir nen groooooßen Bogen um das Feld gemacht haben. Hatten noch überlegt, ob wir nochmal zurückschleichen und die evtl wieder aufgestellten Dinger nochmal.... >_>" aber nein, ein bißchen Mitleid konnten wir dann doch zusammenkratzen und wir habens gelassen. Bin dank meines schlechten Gewissens (ja, ich bin ekelhaft moralisch und ne Spaßbremse, ehrlich) noch tagelang zusammengezuckt wenn irgendwer an der Haustür geklingelt hat, immerhin befand sich das Naturschutzgebiet gleich hinterm Haus und der Zusammenhang wäre jetzt nicht soooooooooo von der Hand zu weisen gewesen, aber zum Glück wurde kein Haftbefehl ausgestellt und alles war gut. *g*
In den nunmehr sicherlich bald 15 Jahren, die Az und ich uns schon kennen, hat sich die Story einen gewissen sentimentalen Epicbonus eingespielt und wir kriegen regelmäßig so ein Zucken in den Fingern, wenn wir ein solches Feld passieren. Hatte das ja vor ner Weile schon mal als Freizeitaktivität vorgeschlagen, aber Az behauptete, das wäre kein gutes Vorbild für die Kinder.
Mist. >_>
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